Art-Exchange-Project in Indien

EigenArt-Bond

 
06Sept
2014

Diesmal ein Videoclip!

Hallo liebe Freunde und Bekannte,

leider haben wir nicht so häufig Internet und da wir momentan auch sehr intensiv in die kunsttherapeutische Arbeit einsteigen (welche wir auch sehr genau dokumentieren müssen) haben wir momentan leider nur sehr wenig Freizeit um ausführliche Blogeinträge zu schreiben. 

Aber wir haben einen kleinen Videoclip zusammen geschnitten, wo ihr einen Eindruck von unserem Alltag bekommen könnt. Im LEC sind Videoaufnahmen während der Kunsttherapie nicht angebracht, deshalb seht ihr von diesem Arbeitsbereich nichts im Cip.

 

Hier der Link:

Kicke hier um zu dem Videoclip zu kommen

 

Ganz liebe fleißige Bienen Grüße aus Auroville

 

Lisa und Marisa

10August
2014

11 Tage und 20 Mückenstiche später...

One day in Kuilapalayam

   

Wo fangen wir an? Gute Frage!

Am Montag den 04.08. starteten wir ganz vorbildlich morgens um 8.00 Uhr in die Woche. Breakfast, Anti- Brumm & Sonnencreme und ab aufs Rad.

Im Life Education Centre angekommen ist nichts mehr zu sehen von der morgendlichen Müdigkeit, mit roten Wangen stoßen wir zu den Frauen und der unterrichtenden Lehrerin. Heute dürfen wir beim Unterricht unterstützend mitwirken, da ein künstlerisches Gruppenbild angeleitet wird. Die Unterrichtsform ist für unser Verständnis diszipliniert, hierarchisch und sehr struckturiert. 

Die Frauen malten gegenständlich, sowie ihnen bereits bekannte Formen wie z.B. die Mandalas. Spürbar wurde für uns eine sehr große Dominanz der Lehrkraft, welche den positiven Effekt dieser Übung etwas schwächte. Trotzdem gingen wir gestärkt von dem künstlerischen Engagement der Frauen aus dieser Stunde und freuten uns darauf bald selbst eine Übung anzuleiten.

Am daraufflogenden Tag besuchten wir wie gehabt das LEC und wurden von der Schulleitung in die Geschichte Aurovills eingeführt. Mittelpunkt des Aurovillianischen Gebietes bildet eine große goldene Kugel, Matrimandir genannt welche ein Meditierzentrum beinhaltet. Den Matrimandir besuchten wir dann am Mittag (in Abstand eines Viewing Points), da das Hineingehen erst angemeldet oder in Begleitung von Aurovillianern gestattet wird. 

  

Links im Bild, Marisa und der Matrimandir. Im rechten Bild ist ein heiliger Baum zu sehen, welcher Banyan Tree genannt wird und zum Matrimandir gehoert.

Donnerstags Kunsttherapie Einheit im LEC

Um die Frauen in ihrer Kreativitaet und Fantasie anzuregen und ihre gewohnten Stereotypen aufzubrechen, leiteten wir eine auflockernde Uebung an.

Thread-Drawing-Picture, die Schwierigkeit hierbei liegt darin, gemeinsam mit nur einem Stift durch gespannte Faeden eine Zeichnung zu gestalten. Die Aufgabe lautete, zeichnet ein Portait von der Kunsttherapeutin des LEC, Krupa.

Das Portrait sah am Ende sehr lustig aus und die Frauen hatten Spass, da ein unerwartetes Bild entstanden ist.

Ausserdem lernten wir mit der Zeit genauso zu trinken wie die indischen Frauen (siehe im Bild links) ohne mit den Lippen den Becher zu beruehren. Die ersten Versuche waren sehr witzig...:)

 

 

Ein taegliches Transportmittel in Kuilapalayam

 

 Kuilapalayam ist die naechte "groessere" Stadt in der es sogar einen klimatisierten Bankautomaten gibt. Wohlbemerkt betraegt die Raumtemeratur dort 24C* und das fuehlt sich schrecklich kalt an! Kaum zu glauben was? Die aktuelle Wetter in Auroville:

Bedeckt
Gefühlte Temperatur: +38°
Luftdruck: 1009.1 hPa
Taupunkt: +25°
Relative Feuchtigkeit: 72.2%
Sicht: 10 km

PS: Heute fuehlt es sich eher frisch an da die Sonne sich nicht blicken laesst.

 

 

Mit diesem Foto bekommt ihr einen kleinen Eindruck, wie in Kuilapalayam die  Tempelstatuen aussehen.

In einigen Gegenden wird  taeglich durch Lautsprecher an den Strassen, laute Tempelmusik gespielt. Dieser Flair ist wirklich einzigartig und laesst   sich schwer beschreiben (man versteht auf    dem Roller sein eigenes Wort nicht mehr-Bollywood!!!)

 

 

 Roller fahren juhhhuuuu!!!

Seit ein paar Tagen besitzen wir unseren eigenen Roller (geliehen von einem Bekannten).          Das Fahren macht irre viel Spass, vor allem die kleinen Earthroads zwischen den Doerfern erfordern Geschicklichkeit und Ausweichvermoegen, da gelegentlich Kuehe oder Hunde den Weg kreuzen. :)

 

After-School-Program in Udhayam

Ausserdem machen wir beim "After-School-Program" in Udhayam mit.Udhayam ist ein Kultur/Jugendzentrum indem Kinder aus dem umliegenden Dorf zwischen 18:00 und 20:00 Uhr willkommen sind. Schulkinder koennen dort ihre Hausaufgaben erledigen und werden dabei von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstuetzt. Nachdem sie diese erledigt haben gibt es taeglich ein unterschiedliches Abendprogramm. Von Yoga bis Stockbrot machen ist alles dabei. Seitdem wir mitarbeiten, teilen wir die ca. 30 - 40 Kinder in Kleingruppen ein, um dann mit einer Gruppe von ca. 8 Kindern besser kuenstlerisch arbeiten zu koennen.

Auf uns wirkt dieser Ort wie eine grosse Spielwiese fuer Kinder von ca. 2- 16 Jahren. Diese Oase bietet Schutz und Raum fuer die Kinder und Jugendlichen um "Kind zu sein".                                                           

Ein deutscher Freiwilliger von Weltwaerts erzaehlte uns, dass ausserhalb von Udhayam viele Kinderunfreundliche Dinge passieren (Gewalt, Drogenmissbrauch).

Die Ankunft am Kultur/Jugendzentrum ist jedesmal ueberwaeltigend, da wir bereits von weitem mit lauten Kinderrufen begruesst und umschwaermt werden. Das wichtigste fuer die Kinder scheint immer der Name zu sein:

>"Whats your name? Whats your name? Whats your name?"

> " say my name!"

>" mhhh Saravaneeeschnineaaaanelakschmi???"

NO! Indische Namen sind wirklich lang und schwer, hallelulia:}

 

 

               Bereits ab 18.30 ist es hier dunkel! Doch die Kids sind quickfidel und wollen

              nie nach Hause  gehen...

 

 

 

 

       Trip to the sea on sunday :)

 

 

Das Meer hier ist wirklich schoen!Erstaunt haben uns die        indischen Familien, welche mit einer Selbstverstaendlichkeit in Kleidung im Wasser sassen, ein buntes Bild aus                    Saristoffen, Kinderaugen und dem Blick auf den blauen, indischen Ozean.    

Die indischen Kinder sind total suess!!!

 

 

 

 

 

 

 

Bis bald, oder viellicht auch weniger bald... Wir haben einen sehr vollen Stundenplan und das Internet ist immer wieder eine Herausvorderng:) Aber es geht uns gut und wir haben uns inzwischen gut eingefunden- auch ohne Toilettenpapier und diesem ganzen Schnickschnack aus Deutschland... :)

 

       Gruesse Lisa & Marisa

02August
2014

Wir sind angekommen!

 

 

 

Nach einem langen Flug von Frankfurt nach Chennai, schlug uns beim verlassen des Flughafens eine Wand von feuchter, würzig richender Luft entgegen. Zitiere Marisa "Boah, was ist denn das? (Wir beide schmeckten die Luft im Mund) weiter Marisa "das ist als hätten alle Menschen geduscht und vergessen das Badezimmerfenster zu öffnen!"

Als wir uns an die nach Zimt und Chai riechende Luft gewöhnt hatten, endeckten wir unseren indischen Taxi-Driver unter einer Menge von Männern die ebenfalls mit einem Schild bestückt auf jemanden warteten. Ungewohnt war die freundliche Abnahme des Gepäcks ohne Blickkontakt.

Bei unserer 3 stündigen Fahrt aus Chennai nach Auroville, sahen wir (es war mitten in der Nacht) für uns sehr Ungewohntes. An dieser Stelle möchte ich meiner Mom sagen: Gott sei dank hast Du diese Autofahrt nicht gesehen! Wir sind eine 3 spurige  "Schnellstraße" entlanggefahren, wer überholen wollte hupte und machte 3x Lichthupe! Menschen standen unmittelbar am Straßenrand und zuckten nicht einmal wenn ein LKW vorbeibraußte, Kühe, Ziegen und Hunde überquerten die Straße und die Klimaanlage war so kalt das wir irgendwann eng eingeschlungen in Schals sehr angepasst aussehen. :)

Der erste Tag in Indien und wir werfen sofort alle guten Ratschläge des Gesundheitsamtes über Bord!                                                                                                                                             First Stop with the Taxi- Driver to have a break: Wohlbemerkt, es ist immernoch mitten in der Nacht, wir machten Rast an einer Art Coffee Shop, an dem sich nur Männer aufhielten. Die Luft war geschwängert von dem Geruch heißer Milch, der nette Taxifahrer bot uns Chai an, welchen wir höflich aus ungewaschenen Bechern tranken. Lecker aber oho. 

Als wir das Aurovillianische Gebiet erreichen, ist nichts mehr zu sehen von geteerten Straßen, alle Wege sind steinig und aus roter Erde. Am Hostel arrived, überwältigt uns ein dschungelartiger Flair, alles zirpst und undefinierbare Inesekten und Vogelgeräusche füllen die Nacht. Einem sanften schnarchen folgend, fanden wir den "Watchman", welcher so undeutlich sprach, als wäre sein Mund voller Murmeln. Wer wir sind, na Marisa & Lisa from Germany. I dont know... murmel murmel.... Er schlurfte dann doch mit einem Schüsselbund die Steintreppen hoch und wir keuchend mit dem schweren Gepäck hinterher. Vor der hübschen Nr 18. angekommen, nestelt der Watchman gefühlte 2 Stunden am Türschloß herrum, nein helfen könne man ihm nicht. Endlich im Zimmer angekommen kämpften wir mit der Vorstellung in 2 Stunden zur Anmeldung und zum Frühstück erscheinen zu müssen. Egal, Beine hoch, Ventilator auf Stufe 3, Kleider aus und weg. 

Am nächsten Morgen machten wir sehr ausführliche Bekanntschaft mit dem indischen Akzent, gepaart mit unseren etwas eingerosteten Englisch.  Die Hostelleitung wollte alles von uns wissen und das Bürokratie nur ein deutsches Phänomen ist, erweist sich an dieser Stelle als falsch. 

Weiter beim Frühstück werden wir mit einer heißen, scharfen Getreidespeiße verköstigt. Dazu natürlich Chai.

Später suchte uns unsere Praktikumsanleiterin und Kunsttherapeutin Krupa auf, gefolgt von Harini, eine Lehrerin und Mitarbeiterin des Life Education Centre. Die beiden waren sehr herzlich und halfen uns bei den weiteren Formalitäten. 

Telefon + Internet = Not available. WAS???

Erst am Tag 2, nach einer heißen Spritztour auf den Rücksitzen der Mopeds von Krupa & Harini konnten wir uns indische SIM Karten in einer nahegelegenen Stadt besorgen.

Außerdem haben wir ein wunderschönes Terassencafe mit FREE-WIFI endeckt welches wirklich nette Musik, Getränke und Snacks bietet. 

Seit gestern sind wir mehr oder weniger glückliche Besitzerinnen von zwei absolut schrottreifen Drahteseln, welche wir für umgerechnet 6 Euro zwei Wochen lang nutzen dürfen. Jippiii, bei diesen Wegen der reinste Spaß, bald werden wir uns auch ein Moped mieten, das bringt viel mehr Fahrspaß!:)

Gestern abend nahmen wir trotz Jetlag an einem freiwilligen Kreativtreff teil und malten Mandalas:) Es ergab sich eine gesellige Runde aus Aurovillianern und Visitors. Wohlbemerkt waren wir auf einmal 4 Kunsttherapeutinnen aus 3 Nationen an einem Tisch, sehr interessant! Der Rückweg gestaltete sich jedoch abenteuerlich, dunkel und ohne den Shuttleservice von Krupa und ihrem Partner hätten wir wohl nie unser Hostel erreicht.

Heute morgen lernten wir in einer Cookinglesson im LEC wie man Banana-Stamp-Salad zubereitet. Ein erfrischender Salat aus dem Stamm des Bananenbaums angemacht mit Lemonjuice, Joghurt, Chilli und Mustard. Laut der Lehrerin ein sehr gesundes Gericht! Interessant, erfrischend und sauer.

So und heute an einem Samstagabend haben wir das Dachterassencafe genossen um Euch endlich von unsere Ankunft zu erzählen. Nun werden wir bewaffnet mit zwei mini Flashlights die Klapperkisten durch den Dschungel nach Hause fahren, in der Hoffnung weder von Schlangen, Straßenhunden noch von Kühen- obwohl diese sehr hübsch sind- aufgehalten zu werden.

 Wir glänzen den ganzen Tag und Schwitzen bekommt  hier eine ganz andere Dimension!            Auf das es bald einmal wieder regnet (fühlt sich sowieso nur wie ne warme Dusche an)

Ganz liebe Grüße aus Auroville,

Lisa & Marisa

 

 

 

 

 

 

 

 

14Juli
2014

Bald geht es los!

 

Liebe Freunde und Projektinteressierte,

Bislang stecken wir noch in den letzten Vorbereitungen für unsere Indienreise und den damit verbundenen Herausforderungen.

Bald ist es soweit, dass wir dank der großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützer unseren Flieger nach Chennai, der Hauptstadt von Tamil Nadu an der Ostküste Südindiens nehmen werden.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken die unser Projekt gefördert haben und uns bei den Vorbereitungen mit Rat und Tat zur Seite standen. Danke!

 

Wir sind sehr gespannt auf die Zeit in Indien und die kunsttherapeutischen, kunstpädagogischen und kulturellen Erfahrungen die wir dort  machen werden.

Um euch auf dem Laufenden zu halten über unsere Arbeit im Life-Education-Centre und über all die anderen Dinge die wir dort erleben werden, gibt es diesen Blog. Ihr seid herzlich eingeladen uns hier auf unserer Reise zu begleiten.

 

Wir sagen dann mal Tschüss und auf Wiederlesen!!!! 

 Marisa und Lisa

 

 

PS: Hier könnt ihr euch unser Video zum Projekt ansehen:

Hier klicken um das Video zu sehen